Fragen über Fragen

Dezember 26, 2006 at 4:17 pm (Allgemein)

Die traurigsten Worte, die jemals geschrieben oder gesagt wurden, sind:

                               „ES HÄTTE SEIN KÖNNEN!“ (John Whittier)

ein satz, der mich gestern sehr zum nachdenken angeregt hat und es immernoch tut. was wäre wohl bisher schon alles passiert, wenn ich meine gaben immer voll eingesetzt hätte, wenn ich gewisse dinge zur richtigen zeit gesagt und getan hätte und nicht aus angst davor weggelaufen wäre. wie weit wäre gottes reich schon fortgeschritten, wenn ich immer voll und ganz sein werkzeug gewesen wäre? wo würde ich jetzt stehen, wenn ich ein ‚es hätte sein können‘ niemals zugelassen hätte, wenn ich manchmal nicht den sicheren und bequemen weg gegangen wäre, sondern alles auf eine karte gesetzt hätte? ich weiß, dass mein leben bisher noch um einiges reicher und erfüllter verlaufen wäre, wenn ich mir diese fragen jetzt nicht stellen bräuchte. ich möchte jedoch nach vorn schaun und ein ‚es hätte sein können‘ in zukunft nicht mehr zulassen. ein vorsatz für das kommende jahr. ist um einiges interessanter als ‚ich hör mit dem rauchen auf‘.

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5 Kommentare

  1. Falko said,

    oh, das regt mich auch zum nachdenken an. und hoffentlich auch zum handeln!

  2. pesce said,

    jo, das handeln ist wohl das hauptproblem.

  3. sharoony said,

    hm regt auf jeden fall zum nachdenken an. aber andererseits glaub ich nicht, dass das leben schlechter ist, wenn man mal ne gelegenheit auslässt. dass is sonst ja dieses konsumdenken…“ich muss alles mitnehmen, was geht“.
    auf gott bezogen ist das natürlich was anderes.
    aber da hilft dann auch nur handeln, statt selbstverdammnis, wie paddy mal sagte.
    und ich denke er hat recht, weil sich ein schelchtes gewissen bringt nix, sondern einfach unbeschwertes handeln für gott sollte das ziel sein…

  4. pesce said,

    du hast natürlich recht. bei mir hat das aber nichts mit schlechtem gewissen oder selbstverdammnis zu tun. es ist eher so ein ‚den tatsachen in die augen sehen, darüber nachdenklich und traurig werden und daraus motiviert in die zukunft blicken, um dinge zu verändern, die auch auf jedenfall verändert werden können‘. mit konsumdenken hat das bei mir nichts zu tun. alles mitnehmen kann man nicht. aber wenn man in gewissen situationen nicht den weg einschlägt, von dem man genau weiß, dass er der richtige ist, sondern davor wegrennt, sollte man an sich arbeiten, um in zukunft den richtigen weg einzuschlagen. das leben ist nicht schlechter, wenn man gewisse gelegenheiten auslässt, aber auf jedenfall auch nicht schöner. 🙂

  5. tony cliffton said,

    …du erinnerst dich an unser gespräch auf dem weg von ansbach nach hause.
    da ging es ja auch darum, was man nicht alles hätte schaffen können…

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